Bericht zur Sachsenmeisterschaft 2002 in Hoyerswerda

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Am 19. 1.2002 war es wieder so weit. Die Sachsenmeisterschaft der Senioren und der Jugendmannschaften im Karate fand in Hoyerswerda statt. Unter dem Namen von Wado-Kai starteten insgesamt 7 Aktive. Zur allgemeinen Freude war schon um 6:30 vor Raphaels Sportschule Abfahrt, da das Wiegen spätestens 9:00 stattfinden sollte. Nach einer gemächlichen Fahrt kamen wir in Hoyerswerda an. Der einzige, der überhaupt noch fehlte, war der Offizielle mit der Waage. Als er endlich erschien, erfuhren wir, dass das Wiegen nicht stattfindet. Nicht die einzige Neuerung, wie sich später herausstellen sollte. Besonders unsere Hungerkünstler Erik Kaden und Andrè Jätzschmann, die mühsam ihr Gewicht erreicht hatten, waren erstmal satt.

Während der offiziellen Begrüßung erfuhren wir, dass Sachsen in den verschiedenen Bundeskadern insgesamt 8 Aktive stellt. Das war einigermaßen überraschend und ließ auf ein hohes Niveau des Wettkampfes schließen.

Der Kata-Wettbewerb ging aufgrund der geringen Teilnehmerzahl relativ schnell vorüber. Von Wado-Kai war keiner am Start, so richtig interessiert waren wir auch nicht. Da in der Halle beinahe Außentemperaturen herrschten, nutzten wir die Zeit, um uns aufzuwärmen.

Kumite-Beginn war pünktlich - weil es keinen Zeitplan gab, konnte man sich auch nicht verspäten. Als erstes musste unsere einzige Kämpferin ran, Katja Werner. Bereits im ersten Kampf hatte sie eine sehr unangenehme Gegnerin. Da Katja leider scheinbar noch nicht ausgeschlafen war, verlor sie knapp. Möglicherweise auch irritiert von der neuen Regel, dass der Kopf bei Schlägen und Tritten nicht berührt werden darf und auch Angriffe zum Bauch kontrolliert werden müssen. Ein schlechtes Omen!

Anschließend kämpften mehr oder minder gleichzeitig die Männer, im einzelnen: Erik Kaden und Andrè Jätzschmann 65 kg, Torsten Kade und Tobias Dreher 70 kg und die Dicken, Michael Rückmann und Frank Kulus, +80 kg.

Eine starke Leistung bot vor allem Torsten, er verlor einzig gegen den späteren Sieger. Nach einer Vielzahl von Kämpfen, in denen er auch Nervenstärke bewies (zwei Kämpfe gewann er erst in den letzten 10 Sekunden), konnte er sich über die Bronzemedaille freuen. Tobias, der ebenso wie Katja aus Görlitz kommt, hielt sich in seinem Kampf wacker, war jedoch am Ende nur zweiter Sieger.

Andrè und Erik kämpften in der mit Abstand am stärksten besetzten Klasse. Andrè hatte Lospech und schon als ersten Gegner Torsten Blase aus Bautzen. In dem hochklassigen Kampf konnte er sich leider nicht durchsetzen. Nach einem beeindruckenden zweiten Kampf in der Trostrunde, den er klar für sich entschied, war in Runde 3 Schluss. Erik kämpfte gewohnt aggressiv und sehenswert, das heißt mit vielen Fußtechniken und Schlagkombinationen. Angesichts der neuen Regel, dass einfache Fauststöße lediglich einen Punkt bringen, Kombinationen mit Fußfeger oder Tritte zum Kopf gleich 3 Punkte, eine vielversprechende Methode. Zum Schluss aber hatte Eriks Gegner das bessere Ende für sich.

In der "Monsterklasse" + 80 kg war zuerst Michael an der Reihe. Wie üblich völlig unbekümmert, mit viel Spaß bei der Sache und einem breiten Repertoire an Techniken. Sein Gegner nutzte jedoch kleine Unaufmerksamkeiten konsequent aus und ließ Michael in Schönheit sterben. Bis zu Frank hatte sich noch nicht herumgesprochen, dass neue Regeln gelten und jedweder Kontakt zum Kopf mindestens eine Verwarnung nach sich zieht. Nachdem er seinen Gegner zweimal auf die Matte geschickt hatte, wurde sofort die Disqualifikation ausgesprochen.

Nach einer langen Pause - in der sich scheinbar die Kampfrichter von den Strapazen des Wettkampfes erholten und wir die Gelegenheit hatten, uns wieder auf Außentemperaturen abzukühlen - waren die Mannschaftskämpfe an der Reihe. Und dort hatten wir wesentlich mehr Glück. Angefeuert von unseren Schlachtenbummlern konnten die ersten beiden Gegner problemlos mit 3:0 besiegt werden (bei 5 Kämpfern pro Mannschaft sind 3 Einzelsiege erforderlich für den Gesamtsieg). Im Finale trafen wir auf Bautzen, hatten aber mit einem Sieg von Torsten und einem Unentschieden von Erik zu wenig auf der Habenseite. Damit die Silbermedaille für Wado-Kai.

Damit war für uns der Ausflug in die Lausitz beendet, die Siegerehrung mussten wir leider wegen Zeitknappheit vorzeitig verlassen. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Essen in Dresden, natürlich beim Chinesen.

Frank Kulus

Kleine Bildergallerie

Der Verfasser - voll konzentriert
Eric Kaden setzt zum Tsuki Jodan an
Michael Rückmanns Haltung ist charakteristisch
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Auch das gibts : Hat jemand schon so ein Ergebnis erzielt ?

erstellt : 24.03.2002