Freitag, der 27. August 1999

Langsam gewöhnen wir uns an das Klima. Natürlich geht es auch heute wieder auf Achse. Das Ziel ist diesmal ein Shinto - Schrein. Schreine erkennt man an den großen Toris [Bild 2 und 3], die manchmal schon in großer Entfernung stehen. Shintoismus ist eine Art Naturreligion. Hier werden Geister und die Ahnen verehrt. Die Toris sollen böse Geister abwehren. Der Schrein, in dem eines der kaiserlichen Heiligtümer, in diesem Fall das Schwert aufbewahrt wird, ist eine sehr große Anlage.

Die ganze Anlage befindet sich in einem großen Park. Alle Gebäude sind aus Holz gebaut. An mehreren Stellen stehen so Holzgestelle an denen die Japaner Zettel und Brettchen anbringen mit ihren Wünschen. [Bild 4] Shinto-Priester haben diese teilweise geschrieben und gesegnet. Sehr oft sieht man Brettchen mit zwei sich paarenden Häschen. Dies soll guten Sex in der Ehe bringen. Für Japaner vielleicht mehr als anderswo eine wichtige Bedingung für eine glückliche Ehe.

 

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Außerdem werden hier die gefallenen Kamikaze - Flieger geehrt. Jeder hat wohl von diesen schön gehört oder gelesen. Aber wer weiß, daß der Kamikaze ( göttlicher Wind oder Sturm ) einst die Mongolen unter Kublai Khan im Jahr 1281abgehalten hat, Nippon zu besetzten ? 
So befindet sich in der Anlage ein Kriegsmuseum. [Bild 6]. Auf dem Denkmal ist ein jap. Flieger dargestellt [Bild 7]. Sehr interessant fanden wir auch die verschiedenen Samurai - Rüstungen, wie sie auf Bild 8 und 9 zu sehen sind.

 

Shinjuku - Rathaus
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Am Nachmittag besuchen wir das Wahrzeichen von Shinjuku. Nämlich das höchste Rathaus der Welt mit 243 m.
In einer Höhe von 202 m kann man hervorragend über Tokio schauen.

Obwohl wiederum ganz schön geschafft, ziehen wir ( Erik, Raffael und ich ) nach dem Abendbrot noch einmal los, wir wollen das Tokioter Vergnügungsviertel besuchen. Nach recht orientierungsloser Sucherei nach dem Ausgang des Metro - Bahnhofs finden wir dieses auch. Nun sehen wir auch die Etablissements die mit " japaneese only! " beschriftet sind. Immer wieder werden uns Eintrittskarten für " Live - Shows " angeboten. Seltsamerweise fast immer von Negern, die bewußt nach Nicht - Asiaten ausschauhalten. Raffael und ich ziehen die Rückkehr immer weiter hinaus, denn Erik hat am Sonnabend Geburtstag. Glücklicherweise kann man in dieser Gegend auch noch ein Restaurant ( französische Küche ) finden, welches nicht geschlossen hat, nach 0 Uhr. So können wir bei einem Bier Erik noch gratulieren und uns einen ausgeben lassen. Zur Rückkehr nutzen wir ein Taxi, weil wir den Weg nicht mehr genau wissen. Die Fahrt ist so kurz, daß wir dabei feststellen : Wir hätten überhaupt laufen können.

 

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aktualisiert am : 17.11.2000